Mohammad Rahsepar, Asylbewerber aus dem Iran, beging vor wenigen Wochen Selbstmord in einem Asylbewerberheim im bayerischen Würzburg. Mohammad Rahsepar wurde nur 29 Jahre
alt.Er wurde in der kasernenartigen Massenunterkunft schwer depressiv, stellte einen Antrag, zu seiner Schwester nach Köln zu ziehen. Dieser wurde abgelehnt.
Er befand sich in einer Sackgasse. Keine Arbeitserlaubnis, Residenzpflicht, die Aussicht, jahrelang in dem Heim vor sich hin zu vegetieren, abgespeist mit den immergleichen Essenspaketen: "Als einziges Bundesland beharrt Bayern auf den sogenannten
Essenspaketen. Über Jahre erhalten die Asylbewerber immer dieselbe
Auswahl an Lebensmitteln – ohne selbst einkaufen zu dürfen. Ungenießbare
Brötchen muten man ihnen zu. Sogar die Hygieneartikel sind vorgegeben.
Andere Bundesländer geben längst Gutscheine oder Bargeld, damit die
Menschen etwas Selbstständigkeit und Würde behalten." rbb - kontraste
Ein Konzept, im Landkreis Coburg die Massenunterkünfte abzuschaffen und die Flüchtlinge in normalen Wohnungen unterzubringen, lehnte das Bayrische Sozialministerium ab, obwohl es keinen Cent mehr gekostet hätte. rbb - kontraste
Bayern hält demnach allein aus Gründen der Abschreckung an diesen Bedingungen fest. Mohammad Rahsepars Tod wurde dafür in Kauf genommen. Im Iran verweigerte er als Polizist Befehle und wurde deswegen verhaftet und misshandelt. Er verlor dabei eine Niere. Sein Leben aber verlor er erst im Freistaat Bayern.
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